Image Image Image Image Image Image Image Image Image Image
Ma péntek van, 2021. szeptember 17. Az év 260. napja, az időszámításunk kezdete óta eltelt 738447. nap.
Lapozzon a lap tetejére

Lap tetejére

Welt-Hepatitis-Tag: Hepatitis C = heilbar!

Welt-Hepatitis-Tag: Hepatitis C = heilbar! Welt-Hepatitis-Tag: Hepatitis C = heilbar!
Marianne Látki

Hepar = griechisch Leber, Hepatitis = Leberentzündung, die unterschiedliche Auslöser hat, eine infektiöse Virenkrankheit ist, mit Varianten A, B, C, D (nur in Verbindung mit B) und E. Der Welttag – World Hepatitis Day – zählt zu den acht offiziellen Welttagen der Weltgesundheitsorganisation WHO. 

Alljährlich am 28. Juli ist Welt-Hepatitis-Tag. Seit 2006 steht dieser Tag auch im ungarischen Kalender, wenn in über 179 Ländern auf die Gefahren dieser Krankheit aufmerksam gemacht wird, wenn aufgeklärt und zur Reihenuntersuchung aufgerufen wird. Erklärtes Ziel ist, bis 2030 die chronische Virenerkrankung B und C zu eliminieren, wie es im offiziellen Programm heißt, und Ungarn will dazu tatkräftig beitragen.

In der WHO-Statistik belegt sie Platz 6 weltweit, der Mortalität nach Platz 3, so Professor Dr. Zsuzsa Schaff. Zur Bekämpfung stellt die WHO bis 2030  gegen B 267 Millionen, gegen C 71 Millionen Dollar bereit. Die Infektionsrate liegt regionen- und länderbedingt zwischen 0,3 und 10 % (in Europa z.B. Deutschland bei 0,3 %, in Ungarn bei 1 %) am höchsten verseucht sind etwa Ägypten oder Indien.

Die Infektion bleibt jahrelang latent (20–50 Jahre), verursacht keine Beschwerden. die Infizierten wissen es gar nicht. Bricht die Krankheit aus, wird sie mit immer effizienteren Medikamenten (heute schon ohne das von Nebenwirkungen belastete Interferon) behandelt, kann geheilt werden (C, nachhaltig behandelt B), wenn es nicht zu spät ist.

Deshalb lautet das oberste Gebot: auch Hepatitis C ist heilbar! Das Nationale Aktionsprogramm läuft am 15. September 2018 an, wenn die Reihenuntersuchungen – eine einfache Blutprobe, denn Hepatitis kann nur durch Blut übertragen werden – gestartet werden. Zur Blutprobe werden all jene gebeten, die gefährdet sind: Mitarbeiter von Polizei, Katastrophenschutz, Insassen von Vollzugsanstalten, Drogenabhängige (die intravenös spritzen, schnupfen, gemeinsames Besteck verwenden; 40-50 % sind infiziert), Schwangere, OP-Patienten, die Bluttransfusionen vor 1993 erhalten haben, bevor die Blutkonserven auf die Viren getestet wurden, Berufssoldaten, Tätovierte und Tätovierer, Akupunktierte sowie Menschen, in deren Familie es die chronische Hepatitis gibt bzw. gegeben hat.

HYGIENE muss an dieser Stelle mit lauter Großbuchstaben  geschrieben werden, denn das Virus kann auch durch eine unsichtbare Hautverletzung und Schleimhautverletzung in die Blutbahn gelangen. Gegen Hepatitis B gibt es die Impfung, gegen C nicht.

Motor der Aufklärungs- und Reihenuntersuchungskampagne ist der Ungarische Verband der Hepatitispatienten, gegründet 2003. Deren stellvertretende Vorsitzende Dr. Klára Werling betont, wie wichtig die Reihenuntersuchungen sind, dass sie, wie schon erwähnt, in diesem Jahr am 15. September landesweit gestartet werden, in Budapest im Einkaufszentrum Lurdy Ház und weiteren 11 Städten. In Ungarn gibt es 33 Hepatitiszentren.

Problematisch ist, dass Reihenuntersuchungen seit dem EU-Beitritt Ungarns nicht mehr Pflicht sind. Es ist ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, diese und andere Blutproben sowie Reihenuntersuchungen anzuordnen, z.B. vom Hausarzt, der bei der normalen Blutprobe einen erhöhten Leberenzymwert feststellt. Die ganze Bevölkerung soll gar nicht getestet werden, nur gezielte Reihenuntersuchungen machen Sinn.

Dieser, von einer interessierten Laiin verfasste Beitrag soll informieren und nicht Panik machen, wie nämlich B, C, D und E enden, wenn sie nicht rechtzeitig entdeckt und eliminiert werden. Die Behandlung, die Medikamente finanziert die Krankenversicherung.